
{"id":5194,"date":"2022-06-30T13:22:21","date_gmt":"2022-06-30T11:22:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lindenauschule.de\/?p=5194"},"modified":"2022-12-09T09:20:49","modified_gmt":"2022-12-09T08:20:49","slug":"der-wissenschaftstag-brueckenschlagen-der-jahrgangsstufe-12-am-30-06-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/?p=5194","title":{"rendered":"Der Wissenschaftstag \u201eBr\u00fcckenschlagen\u201c der Jahrgangsstufe 12 am 30.06.2022"},"content":{"rendered":"<p>Am 30.06.22 fand der erste Wissenschaftstag im Rahmen des Projektes \u201eBr\u00fcckenschlagen\u201c der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt an der Lindenauschule statt. Insgesamt vier Wissenschaftler der Goethe Universit\u00e4t waren eingeladen, um den Sch\u00fcler:innen der Jahrgangsstufe 12 in Form von Vortr\u00e4gen \u00fcber verschiedene wissenschaftliche Themen zu informieren, um Ihnen einen Einblick in ihr Berufsfeld zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Dies war das Programm des Tages:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5195\" src=\"https:\/\/www.lindenauschule.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wissenschaftstag.png\" alt=\"\" width=\"1142\" height=\"914\" srcset=\"https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wissenschaftstag.png 1142w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wissenschaftstag-300x240.png 300w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wissenschaftstag-1024x820.png 1024w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wissenschaftstag-768x615.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1142px) 100vw, 1142px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem Einstiegsvortrag von Herrn Dr. St\u00fcrmer, den alle Sch\u00fcler:innen im Forum anh\u00f6ren durften, standen drei Wahlvortr\u00e4ge zur verf\u00fcgen, in die die Sch\u00fcler:innen sich einw\u00e4hlen konnten. Die Workshops, die mittags zu den jeweiligen Wahlvortr\u00e4gen stattfanden, dienten dazu, die Inhalte der Vortr\u00e4ge vertiefend zu thematisieren und auf Plakaten festzuhalten. Die Plakate wurden dann im offenen Info in Form eines Galerieganges pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5198\" src=\"https:\/\/www.lindenauschule.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild17Pr\u00e4sentationPlakate-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild17Pr\u00e4sentationPlakate-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild17Pr\u00e4sentationPlakate-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild17Pr\u00e4sentationPlakate-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild17Pr\u00e4sentationPlakate-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild17Pr\u00e4sentationPlakate-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild17Pr\u00e4sentationPlakate-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler:innen wurden gebeten Artikel zu den Vortr\u00e4gen zu schreiben, welche hier ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Virologie: Corona und Covid-19 \u2013 der Stand der Dinge; Dr. Martin St\u00fcrmer<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5196\" src=\"https:\/\/www.lindenauschule.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild2VortragVirologieDr.Str\u00fcmer-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild2VortragVirologieDr.Str\u00fcmer-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild2VortragVirologieDr.Str\u00fcmer-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild2VortragVirologieDr.Str\u00fcmer-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild2VortragVirologieDr.Str\u00fcmer-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild2VortragVirologieDr.Str\u00fcmer-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild2VortragVirologieDr.Str\u00fcmer-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<p>Herr Dr. St\u00fcrmer stellte sich zun\u00e4chst als Virologe vor und erkl\u00e4rte, wie man Virologe werden kann: Man m\u00fcsse Medizin oder eine Naturwissenschaft studieren und sich dann auf die Fachvirologie spezialisieren.<\/p>\n<p>Dann ging er auf seine Rolle in der Corona-Pandemie und den Medien ein. Dabei berichtete er, dass es sich nicht um seine erste Pandemie handele, er war 2003\/2004 bei der SARS-Pandemie und danach bei der Schweinegrippe-Pandemie als Virologe t\u00e4tig gewesen. W\u00e4hrend der Corona-Pandemie sei er zuf\u00e4llig in die \u00d6ffentlichkeit getreten. Sein Ziel sei die Wissensvermittlung, ihm sei es wichtig, dass die Menschen die richtige Fachkenntnis haben. Seine Bekanntheit habe auch negative Folgen gehabt, er hatte lernen m\u00fcssen mit Hassnachrichten umzugehen. Dennoch wolle er weiter \u00fcber die Arbeit eines Virologen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie berichten, um die Menschen \u00fcber den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.<\/p>\n<p>Es folgte ein Res\u00fcmee \u00fcber die letzten zweieinhalb Jahre. Gut gelaufen sei, dass man fr\u00fch gewusst habe, um welchen Erreger es sich handele. Der Erreger komme sicher aus dem Tierreich und sei nicht auf Grund eines Laborunfalls entstanden. Die Symptome seien bekannt. Ebenfalls war schnell sicher, dass es sich um eine Tr\u00f6pfchen- und Schmierinfektion handele und au\u00dferdem eine Ansteckung durch Aerosole m\u00f6glich sei, was zu dem Einsatz der Masken gef\u00fchrt habe. Der Impfstoff konnte schnell hergestellt und eingesetzt werden. Nicht gut gelaufen sei die Umsetzung des Pandemieplans, da z. B. bei den Meldungen des Gesundheitsamtes teilweise chaotisch gearbeitet wurde. Auch der F\u00f6deralismus sei f\u00fcr einen einheitlichen Pandemieplan nicht f\u00f6rderlich gewesen. Auch sei die Kommunikation zwischen Wissenschaft und der Politik nicht immer gelungen gewesen. Die sozialen Medien haben weiter dazu beigetragen, dass Fehlinformationen an die Menschen gelangten.<\/p>\n<p>Nach diesem Res\u00fcmee ging Herr Dr. St\u00fcrmer auf die aktuelle Lage ein. Die Sommerwelle sei erreicht, denn die Zahlen steigen wieder und seien nicht verl\u00e4sslich, da nur sehr wenige Tests durchgef\u00fchrt werden. Somit regte er dazu an, dass wir nicht ganz so entspannt mit dem Thema Corona umgehen sollten, wie wir es aktuell tun.<\/p>\n<p>Weiter erkl\u00e4rte er, wie es dazu komme, dass der Virus trotz Impfung zum Ausbrechen der Krankheit f\u00fchren kann. Hierf\u00fcr geht er auf die Mutationen ein, die das Virus bereits hinter sich habe. Ein Virus mutiere schnell und h\u00e4ufig, au\u00dferdem vermehre er sich sehr schnell.\u00a0 Bei der Replikation der Erbinformation entstehen Fehler, was zu Mutationen f\u00fchrt. Durch die Selektion k\u00f6nnen sich die Viren mit einer Mutation, die sie durchsetzungsf\u00e4higer macht, schneller vermehren, denn sie k\u00f6nnen mehr Menschen befallen. Die Antik\u00f6rper, die ein Wirt (Mensch) durch die Impfung oder durch eine Infektion gebildet hat, k\u00f6nnen nicht komplett vor der neuen Virusvariante sch\u00fctzen. Dennoch ruft er zum Impfen auf, da eine Impfung zwar nicht komplett gegen neue Varianten sch\u00fctzt, aber dennoch weniger geimpfte Menschen erkranken.<\/p>\n<p>Gegen Ende seines Vortrags nennt Dr. St\u00fcrmer die Rolle von Long-Covid , denn die Symptome und Folgen von Long-Covid, also die Langzeitfolgen der Infektion sind nicht endg\u00fcltig erforscht. Dies stellt f\u00fcr ihn einen der Hauptgr\u00fcnde dar, warum er vor einem zu entspannten Umgang mit der Pandemie warnt. Auch wenn er darauf hinweist, dass er selbst hier vorne ohne Maske stehe, wolle er dar\u00fcber informieren, dass die Pandemie nicht vorbei sei und er einen zu entspannten Umgang mit der Lage kritisch sehe.<\/p>\n<p>Deshalb habe er folgende Erwartungen: Die Politik solle neue Ma\u00dfnahmen einheitlich festlegen. Die Tests und die Teststrategien sollen optimiert werden. Die Eigenverantwortung der Menschen soll e wieder im Fokus stehen.<\/p>\n<p>Angelehnt an Notizen von Gwynedd Schwab<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Cognitive Neuroscience: Sprache &#8211; Sprechen \u2013Spracherwerb, PD Dr. Christian Kell, Goethe-Universit\u00e4t &#8211; Brain Imaging Center (BIC)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5200\" src=\"https:\/\/www.lindenauschule.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild10VortragSpracherwerbDr.Kell_-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild10VortragSpracherwerbDr.Kell_-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild10VortragSpracherwerbDr.Kell_-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild10VortragSpracherwerbDr.Kell_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild10VortragSpracherwerbDr.Kell_-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild10VortragSpracherwerbDr.Kell_-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild10VortragSpracherwerbDr.Kell_-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<p>Christian Kell, Mediziner und Neurologe, welcher grunds\u00e4tzlich im Forschungsinstitut Brain Imaging Center (BIC) der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt t\u00e4tig ist, hat am 30.06.2022 ein Vortrag an der Lindenauschule f\u00fcr den Jahrgang 12 am Naturwissenschaftstag gehalten.<\/p>\n<p>Schon zu Beginn kl\u00e4rte er uns auf, dass die kulturelle Evolution entscheidend bei unserer Sprache ist. Darauffolgend stellten wir uns die Frage, wie das Gehirn kommuniziere. Nat\u00fcrlich lerne man die grammatikalischen Konstruktionen einer Sprache von Kind auf in der Schule. Aber entscheidend hierbei seien vielmehr die universalen und die kulturellen Sprachkonstruktionen. Die kulturelle Sprachkonstruktion werde durch Gene bestimmt.<\/p>\n<p>Animierend interagierte er mit den Sch\u00fcler:innen und versuchte mit einem Vergleich zwischen heute und fr\u00fcher darzustellen, warum man wei\u00df, welche Gehirnh\u00e4lfte f\u00fcrs Sprechen zust\u00e4ndig ist. Schon fr\u00fcher bestimmten die Babylonier und die Altgriechen dies durch eine L\u00e4sion. Unter L\u00e4sion verstehe man nichts anderes als eine Verletzung eines K\u00f6rpergliedes oder Organes. Und genau dies habe man fr\u00fcher getan, man verletzte eine der Gehirnh\u00e4lfte und \u00fcberpr\u00fcfte, ob die Person noch sprechen konnte. Dabei fiel auf, sobald die linke Hirnh\u00e4lfte verletzt wurde, konnte man nicht sprechen, w\u00e4hrend es bei der rechten Hirnh\u00e4lfte nicht der Fall war. Somit wusste man, dass die linke Hirnh\u00e4lfte f\u00fcr das Sprechen zust\u00e4ndig ist. Heutzutage stecke man die Person einfach in ein MRT, um zu sehen, welche Gehirnareale wichtig beim Sprechen bzw. beim Kommunizieren sind.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend haben wir uns damit auseinandergesetzt bzw. hat uns Herr Kell erkl\u00e4rt, wie Kleinkinder Sprachen lernen. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcsse man die Sprache h\u00f6ren und verstehen k\u00f6nnen, um sie anwenden zu k\u00f6nnen. Ein Kind k\u00f6nne schon in den letzten Schwangerschaftsmonaten im Mutterleib h\u00f6ren, und zwar mit einem Tiefpassfilter, das hei\u00dfe es h\u00f6rt durch den Mutterleib leicht versetzt die Sprache kennen, dabei werde die F\u00e4higkeit eine Sprache zu lernen angeboren. Hierzu nehme das Baby die Sprachmelodie der gesprochenen Sprache direkt nach der Geburt wahr. Danach durchlaufe der Spracherwerb von Kindern verschiedene Phasen. Dazu erz\u00e4hlte Herr Kell uns einen kleinen Fun-Fact, und zwar dass das Babyschreien der Sprachmelodie \u00e4hnele, dass hei\u00dft das ein deutsches Baby anders schreit als z.B. ein franz\u00f6sisches Baby. Des Weiteren sind wir ein Experiment theoretisch durchgegangen, durch das bewiesen werden sollte, dass ein Kind seine Muttersprache von anderen Sprachen einzig durch die Sprachmelodie unterscheiden k\u00f6nne. Im Experiment w\u00fcrde man das Kind mit dem R\u00fccken zu zwei oder mehreren Personen stellen oder legen. Anschlie\u00dfend w\u00fcrden die Personen in ihrer Sprache sprechen und man w\u00fcrde sehen, dass das Kind sich viel \u00f6fter zu der Person drehen w\u00fcrde, die seine Muttersprache spricht. Ein paar Monaten nach der Geburt versucht das Kind mit dem Sprachzentrum, welches sich in der linken Hirnh\u00e4lfte befindet, die Sprache zu erlernen. Dies auch schrittweise in dem es erst lernt, wie sich ein bestimmtes Wort anh\u00f6rt und wie das Wort aussieht, also mit was es in Verbindung gesetzt wird, z.B. wenn die Mutter Flasche sagt und dabei die Flasche in der Hand h\u00e4lt. Die Eltern k\u00f6nnen hierbei die Sprachentwicklung ihres Kindes durch die Ammensprache f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns damit befasst haben, wie es zum Spracherwerb kommt, haben wir ein Video zur Erkennung des Tumors im Gehirn angeschaut. Man konnte dabei eine Operation am offenen Gehirn sehen, in der getestet wurde, ob der Patient noch sprechen konnte, wenn die Verbindung eines Teils des Gehirns vom restlichen Gehirn abgetrennt wurde. Hierbei ging es darum, dass so entschieden werden konnte, welcher Teil des Tumors entfernt werden kann, ohne das Sprachzentrum zu verletzten bzw. entfernen.\u00a0 Abschlie\u00dfend gab es eine offene Fragerunde, in der die Sch\u00fclern Fragen kl\u00e4ren konnten.<\/p>\n<p>Anissa El Hamdaoui<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Wissenschaft im Kontext\/Evolution<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Charles Darwin \u2013 die Geschichte und Bedeutung der Evolutionstheorie; Rainer Gl\u00e4sel, Projekt Br\u00fcckenschlagen, Goethe Universtit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5199\" src=\"https:\/\/www.lindenauschule.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild12VortragEvolutionHerrGl\u00e4sel-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild12VortragEvolutionHerrGl\u00e4sel-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild12VortragEvolutionHerrGl\u00e4sel-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild12VortragEvolutionHerrGl\u00e4sel-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild12VortragEvolutionHerrGl\u00e4sel-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild12VortragEvolutionHerrGl\u00e4sel-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild12VortragEvolutionHerrGl\u00e4sel-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<p>Der Vortrag \u201eWissenschaft im Kontext\/Evolution Charles Darwin \u2013 die Geschichte und Bedeutung der Evolutionstheorie\u201c, welcher von Rainer Gl\u00e4sel am 30.06.2022 (Wissenschaftstag) in der Lindenauschule gehalten wurde, thematisierte die Erkenntnisse der Evolutionstheorie, die Geschichte der Evolutionstheorie und wie diese in der\u00a0 Gesellschaft aufgenommen wird.<\/p>\n<p>Zuerst wurde im Vortrag erkl\u00e4rt, dass rund 40% der Bev\u00f6lkerung der USA sich kritisch gegen die Evolutionstheorie verhalten und den Glauben besitzen, dass der Mensch vor circa 10000 Jahren von Gott erschaffen wurde und somit der Mensch nicht einer Evolution heraus entstammt. Es wurde angemerkt, dass zum Thema Evolution die Gesellschaft gespalten ist und ein Teil der Gesellschaft an die Evolutionstheorie nach Darwin glaubt und ein Teil der Gesellschaft diese widerstreiten.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf wurde die \u00c4hnlichkeit von Lebewesen angesprochen, wobei erkl\u00e4rt wurde, dass unter Lebewesen Gemeinsamkeiten im Aussehen vorhanden sind. So habe zum Beispiel der Affe eine \u00e4u\u00dferliche \u00c4hnlichkeit zum Menschen. Zudem war auch die Rede davon, dass Lebewesen sich an ihren Lebensraum anpassen, sodass es Insekten gibt, welche das Aussehen eines Blattes besitzen.<\/p>\n<p>Des Weiteren wurde innerhalb des Vortrags die Urzeugerhypothese erw\u00e4hnt, welche vom griechischen Universalgelehrten Aristoteles (384.v.Chr \u2013 322.v.Chr) und von gro\u00dfen Teilen der Gesellschaft vertreten wurde. Die Bef\u00fcrworter der Urzeugerhyptohese vertreten die Meinung, dass alle Lebewesen durch einen Sch\u00f6pfer aus unbelebter Materie entstanden sind, wobei alle Tiere und Pflanzen einem hierarchischem System unterworfen seien.<\/p>\n<p>Daraufhin wurde die Evolutionstheorie nach Darwin im Vortrag erl\u00e4utert. Diese besitzt die Grundtheorie, dass ein Konkurrenzkampf innerhalb der Lebewesen die Ursache f\u00fcr einen Artenwandel der Lebewesen ist. Laut Darwin sei das Lebewesen ununterbrochen Evolutionen unterworfen, wobei eine Selektion von Lebewesen stattfinde und hierbei die Art von Lebewesen mit dem gr\u00f6\u00dften \u00dcberlebensvorteil sich \u00fcber die n\u00e4chsten Generation weiterverbreite, w\u00e4hrend die andere aussterbe. Als Beispiel wird eine Giraffe genannt, wobei erkl\u00e4rt wurde, dass eine Giraffe mit l\u00e4ngerem Hals besser an \u00c4pfel von einem Baum heran kommt und somit einen besseren \u00dcberlebensvorteil besitzt und den Konkurrenzkampf gewinnt und sich weiter verbreitet, w\u00e4hrend Giraffen mit kurzen H\u00e4lsen in den n\u00e4chsten Generation aussterben werden. Der Evolutionsvorgang entsteht laut Darwin nach dem Zufall.<\/p>\n<p>Alles in allem war der Vortrag von Herrn Gl\u00e4sel sehr strukturiert und informativ, wobei auf alle Fragen der Sch\u00fcler:innen eingegangen worden ist. Des Weiteren war es auch m\u00f6glich mit Herrn Gl\u00e4sel Einzelgespr\u00e4che zu f\u00fchren, wobei wir Sch\u00fcler:innen detaillierte Antworten und einen tieferen Einblick in die Evolutionstheorie und in die Biologie erhalten konnten.<\/p>\n<p>Baris Yildiz<\/p>\n<p><strong><u>\u00a0<\/u><\/strong><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Pharmazie: Morbus Alzheimer &#8211; Forschung im Zusammenspiel der Wissenschaften; Christian Viel, Apotheker, Goethe-Universit\u00e4t &#8211; Pharmakol. Institut<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5201\" src=\"https:\/\/www.lindenauschule.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild9VortragAlzheimerHerrViel-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild9VortragAlzheimerHerrViel-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild9VortragAlzheimerHerrViel-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild9VortragAlzheimerHerrViel-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild9VortragAlzheimerHerrViel-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild9VortragAlzheimerHerrViel-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lindenauschule-hu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bild9VortragAlzheimerHerrViel-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<p>Um die Krankheit Morbus Alzheimer zu erkl\u00e4ren, fing Herr Viel seinen Vortrag damit an, den Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen zun\u00e4chst einige Informationen zum menschlichen Gehirn mitzuteilen.<\/p>\n<p>Das menschliche Gehirn wiege ca. 1500 g und habe 10<sup>11 <\/sup>Nervenzellen und 10<sup>14 <\/sup>Synapsen. Der Hirnstamm habe die gr\u00f6\u00dfte Priorit\u00e4t, denn die Hirnrinde sterbe zuerst ab, wenn es notwendig sein sollte. Der Hirnstamm stelle evolution\u00e4r betrachtet den alten Teil des Gehirns dar. Bei Panik oder Wut entfalle h\u00e4ufig das logische Denken, da dann eine reduzierte Denkf\u00e4higkeit auftrete, weil der Gehirnstamm in Aktion trete. Tiere besitzen ebenfalls einen Hirnstamm. Die kognitiven F\u00e4higkeiten des Menschen entstammen der Hirnrinde, die den jungen\/neuen Teil des Gehirns darstelle. Emotionen, Gef\u00fchle, Erinnerungen und alles Irrationale passiere im alten Teil.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes erkl\u00e4rte Herr Viel den Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen die Krankheit Morbus Alzheimer. Die erste Patientin wurde 1920 von Herrn Alzheimer untersucht und war erst 53 Jahre alt. Er habe eine Autopsie durchgef\u00fchrt, bei der er Ablagerungen, Atrophie (geschrumpftes Gehirn) und interzellulare Fibrillen (zusammen geb\u00fcndelte Ablagerungen) festgestellt habe. Die Konsequenz der Krankheit seien sogenannte Plaques, wobei es sich um Ablagerungen au\u00dferhalb der Nervenzellen handele. Ebenso seien Neurofibrillen (Ablagerungen von Tau-Proteinen in den Nervenzellen des Gehirns) eine Konsequenz. Als Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Krankheit benennt Herr Viel eine mitochondriale Dysfunktion: St\u00f6rungen der Zellatmung ver\u00e4ndern den Glukosestoffwechsel des Gehirns. Es gebe noch keine Heilung, da der Ursprung noch nicht verstanden wurde.<\/p>\n<p>Zur Demenzh\u00e4ufigkeit referierte er weiter, dass man meist erst nach dem Tod eines Patienten herausfinde, ob er an einer Alzheimer Demenz erkrankt war. Aktuell gebe es ca. 50 Millionen Patienten, die Prognose sei, dass es 2050 ca. 115 Millionen Patienten geben soll. Die Krankheit trete erst bei \u00e4lteren Menschen auf. Es sei nicht so, dass Frauen h\u00e4ufiger erkranken, doch da ihre Lebenserwartung h\u00f6her sei, haben es mehr Frauen im sp\u00e4teren Altern, da viele M\u00e4nner in diesem Altern schon nicht mehr leben. Wenn die Krankheit ausgebrochen sei, gebe es keine Besserung mehr, es werde nur immer schlimmer. Im Alter werde die Durchblutung schlechter, weshalb Ged\u00e4chtnisverluste auftreten k\u00f6nnen, was aber nicht sofort auf eine Alzheimererkrankung schlie\u00dfen lasse.<\/p>\n<p>Er erl\u00e4utert weiter die Typen der Demenz: Vaskul\u00e4re Demenz (bei ca. 5 % diagnostiziert), Alzheimer Demenz (ca. 65 %), Demenz vom Lewy-body Typ (ca. 7 %) und sonstige Ursachen (ca. 5 %).<\/p>\n<p>Weiter stellte er den Verlauf der Krankheit dar: In der fr\u00fchen Phase treten Sch\u00e4den im Gehirn im entorhialen Cortext und im Hippkrampus auf. Die Hirnsubstanz schrumpfe und die Nervenzellen sterben ab. Ein Verlust des Kurzzeitged\u00e4chtnisses tete auf. Ein Zeichen hier f\u00fcr sei, wenn die Uhr nicht mehr gelesen werden k\u00f6nne oder Sachen versteckt werden, welche dann nicht mehr gefunden werden. Das Langzeitged\u00e4chtnis sei nicht betroffen. Patienten werden teilweise aggressiv und b\u00f6sartig ohne ersichtlichen Grund. Die<br \/>\nDifferentialdiagnostik diene hierbei dazu, folgende Krankheiten auszuschlie\u00dfen: Depressionen, Psychosen, Dellirium, Mutismus, Regression in Altersheimen, Schlaganfall, metabolische Ursachen: Unterzuckerung, Hypothyreose, Hirntumore, Vergiftungen und Hydrocephalus. Es folge das mittlere Stadium der Krankheit, in dem sich die Krankheit im Cortex ausbreite. Bei einem milden Verlauf erfolgen ein Ged\u00e4chtnisverlust, Verwirrtheit und beschr\u00e4nktes Urteilsverm\u00f6gen. Bei einem st\u00e4rkeren Verlauf erfolgen ebenfalls ein Sprachverlust und ein psychischer Verlust, wodurch die Person an das Bett gebunden sei. In der Endphase seien die Patienten pflegebed\u00fcrftig. Alzheimer sei aber keine Ursache des Todes, der irgendwann eintrete. Die Patienten sterben an anderen Infektionen oder ersticken schnell.<\/p>\n<p>Um eine Diagnose durchzuf\u00fchren, erfolge zun\u00e4chst eine Anamnese des Patienten und seinen Angeh\u00f6rigen. Hier werden neurophychologische Test (MMSE, SKI) durchgef\u00fchrt. Ebenfalls werden nicht invasive bildgebende Verfahren angewendet: CT, PET (Blutfluss, Glukoseverbrauch). Au\u00dferdem k\u00f6nnen Biomarker im Liquor (Lumbalpunktion) festgestellt werden: Bei Alzheimer kann man Phospho-Tau-amyloid-\u00df-Peptide finden.<\/p>\n<p>Zum Ende des Vortrags geht Herr Viel noch auf eine m\u00f6gliche Pr\u00e4vention zum Schutz vor der Krankheit ein: Bewegung, soziale Interaktion, gesunder Lebensstil (kein starkes \u00dcbergewicht), Lesen, Gehirnjogging, nat\u00fcrliche Ern\u00e4hrung (hochwertige Fett wie Omega 3).<\/p>\n<p>Angelehnt an Notizen von Gwynedd Schwab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 30.06.22 fand der erste Wissenschaftstag im Rahmen des Projektes \u201eBr\u00fcckenschlagen\u201c der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt an der Lindenauschule statt. 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